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In der Höhlenkirche von Cavusin, Kappadokien, Türkei
Kappadokien

Die Basilika Johannes des Täufers wurde über dem alten Ort in den Tuffsteinfelsen gebaut. Ursprünglich hatte sie eine weithin sichtbare Säulenfassade, die aber bei einem Erdbeben weggebrochen ist. Nach dem Türk.-Griech. Bevölkerungsaustausch von 1923 wurde die Kirche anderweitig genutzt. Dabei sind die meisten der bunten Fresken zerstört worden. Hier wurde der freie Raum zwischen den Säulen zugemauert, die Säulen und Wände mit kleinen Nischen versehen, um Nistplätze für Tauben zu schaffen (Taubenguano als Dünger) und in die an den Wänden umlaufenden Bänke hat man Vertiefungen (Futtertröge) geschlagen und kleine Halterungen, um Tiere anzubinden.

Copyright: Heiner Straesser Der Panoramafotograf.Com
Type: Spherical
Resolution: 14876x7438
Hochgeladen: 09/02/2013
Aktualisiert: 29/05/2014
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Tags: cappadocia; anatolia; turkey; history; tuffstone; tuff rocks; greek; wall painting; frescoes; religion; church; rock church; cave church
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Kappadokien ist ein Gebiet in der zentralen Türkei. Ausbrüche der Vulkane Erciyes Dag, Hasan Dag und anderer inzwischen erloschener Vulkane, bedeckten das Land mit Tuffstein. Die Erosion durch Wind und Wetter grub Täler in den weichen Tuff und schuf vielfältige Formen und eine ungeheure Anzahl an Felskegeln. Durch die Fähigkeit des Tuffs Wasser zu speichern, waren die Täler fruchtbarer als die höher gelegene Umgebung. Als sich hier die ersten Menschen ansiedelten, begannen sie auch bald damit, Höhlenwohnungen in den Tuff zu graben. Einerseits war das Gestein leicht zu bearbeiten, andererseits aber stabil genug, um sicheres Wohnen zu gewährleisten. Außerdem schützte der Tuff im Sommer vor der Hitze und im Winter vor übergroßer Kälte. Im Laufe der Zeit entwickelten die Bewohner die Fähigkeit, unterirdische Städte mit kilometerlangen Gängen anzulegen. Ein ausgeklügeltes Belüftungs- und Wassersystem sorgten dafür, daß man sich hier auch für längere Zeit vor Feinden verstecken konnte. Spätestens im 5. Jahrhundert siedeln hier die ersten christlichen Eremiten und beginnen damit, ihre Höhlen auszumalen. Daraus entwickelte sich eine Art umgekehrte Architektur mit reicher Bebilderung. Die Formen die man aus der Kirchenarchitektur kannte, wurden nun in das Gestein gegraben. Neben den Eremiten, die sich irgendwo in eine einsame Höhle zurückgezogen hatten, entstanden auch Klostersiedlungen mit komplexen Anlagen und großen Höhlenkirchen. Am bekanntesten sind das Freiluftmuseum von Göreme und das Peristrematal (=Ihlaratal) zwischen Ihlara und Selime. Heute wird das Kerngebiet um Göreme von zahlreichen Touristen aus der ganzen Welt besucht.