Haynrode | Eichsfeld - Burgruine Harburg
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Panoramic photo by Renato Pietsch EXPERT Taken 15:49, 27/03/2011 - Views loading...

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Haynrode | Eichsfeld - Burgruine Harburg

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Burgruine Harburg

Von der Harburg, südöstlich von Haynrode auf einem kegelförmigen Gipfel des westlichsten Vorsprungs der Bleicheröder Berge erbaut, sind noch wenige Mauerreste erhalten.

Die Ruine Harburg (auch Horeburg genannt) befindet sich in der Nähe von 37339 Haynrode am Rande des Ohmgebirges im Landkreis Eichsfeld. Diese Höhenburg wurde um 1073 als Gegenanlage zur Hasenburg errichtet.

Mauerreste in Form einer Wand (ca. 4 m x 5 m) mit kleinen Öffnungen ragt hier empor. Einst gehörte diese zur Ringmauer diser mainzischen Wallburg. Im Umkreis gibt es ein paar wenige umliegende Mauerreste zu sehen. Diese Burganlage war ca. 200 Jahre lang im Besitz der Familie von Bültzingslöwen.

1165 wird sie zusammen mit dem Rusteberg in einer Fehde zwischen Erzbischof Konrad von Mainz und Kaiser Friedrich I. Barbarossa zerstört und bald darauf dem Landgrafen von Thüringen als Mitbesitzer übereignet. Vor 1381 nahmen Bürger von Duderstadt und Heiligenstadt sowie mainzischen Lehensleute die landgräflich-thüringischen Burgen Worbis und Harburg, dessen sich der Herzog von Sachsen als Landgraf von Thüringen ganz bemächtigt hatte, ein und übergaben sie dem Erzbischof Ludwig. Seit dieser Zeit behauptet Mainz diese Besitzungen, verpfändet sie aber für 200 Jahre als Amt Harburg-Worbis an die Herren von Bültzingsleben.

Die Harburg wird im Bauernkrieg 1525 verbrannt und zerstört, jedoch nicht wieder aufgebaut, sie verfiel vollständig. Aus ihren Steinen errichteten die Bültzingslebener ihre Gutshäuser und die Kirche in Haynrode sowie das Amtshaus in Worbis, denn seit 1350 bilden Harburg und Worbis eine Verwaltungsgemeinschaft. Im Verlauf der Gegenreformation löste 1574 der Mainzer Kurfürst und Erzbischof Daniel Brendel von Homburg die Pfandschaft mit den Herren von Bültzingsleben und setzte als Amtsleute bürgerliche Beamte ein.

Sage zur Harburg

Von der Harburg hinab bewegt sich zur Geisterstunde ein Leichenzug Richtung Forsthaus Hahn.

Ein Mönch ohne Kopf geht voran. Ein Sarg wird getragen von 6 gewappneten Knechten (Dienstleute). Hinter dem Sarg gehen 4 Bauern, die mit Ketten gefesselt sind, aber Brandfackeln in den Händen tragen. Sie sollen einmal die Burg in Brand gesteckt haben.

Der Zug bewegt sich hinab ins Tal in Richtung Forsthaus Hahn, wo er dann im Wald verschwindet.

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Das Eichsfeld ist ein Landstrich mit einem eigenständigen Kulturraum, gelegen zwischen Harz, Hessischem Bergland und Thüringer Wald in der geographischen Mitte Deutschlands.

Das Eichsfeld ist eine historische Landschaft im südöstlichen Niedersachsen, im nordwestlichen Thüringen und im nordöstlichen Hessen zwischen Harz und Werra. Die größten Orte des Eichsfelds sind die Städte Dingelstädt, Duderstadt, Heiligenstadt und Leinefelde-Worbis sowie der Flecken Gieboldehausen.


Zwischen dem Hülfensberg im Südosten und der Burg Hanstein im Nordwesten bieten das Werraland und das angrenzende Bergland eine Fülle natürlicher Schönheiten, die den reizvollen Rahmen für eine tausendjährige Kulturlandschaft mit lieblichen Orten und bedeutenden historischen Bauwerken bilden.

Romantische Burgen und Schlösser, idyllisch gelegene Klöster und Kapellen, majestätische Kirchen und malerische Fachwerkhäuser prägen die sanfte Hügel- und Berglandschaft.


Bedingt durch die lange Zugehörigkeit zu den Besitztümern der Mainzer Erzbischöfe und dem damit verbundenen Katholizismus im ansonsten protestantischen Umfeld bildete sich ein spezifischer Charakter der Stadt- und Dorflandschaft heraus.

Die typischen Sitten und Gebräuche haben ihre Wurzeln in der Gläubigkeit der Einwohner und der engen Verbundenheit zu den Traditionen der Kirche.

So sind die verschiedensten kirchlichen Feste oder Wallfahrten Höhepunkte des Lebens in den Städten und Dörfern des Eichsfeldes.


Auch zu DDR-Zeit blieb das kirchliche Leben im Obereichsfeld relativ intakt. Es war die größte Region in der DDR mit einer mehrheitlich katholischen Bevölkerung. Auch heute noch liegt die Zahl der regelmäßigen Kirchgänger über dem Bundesdurchschnitt. Als Schutzpatron des Eichsfeldes gilt der Heilige Martin.


Kulinarisch bekannt ist das Eichsfeld insbesondere für die Mettwurst (Feldgieker, Kälberblase, Stracke), Schmandkuchen und andere Spezialitäten.

Inoffizielle Hymne des Eichsfeldes ist das Eichsfeldlied.

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