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Haynrode | Eichsfeld - Burgruine Harburg

Burgruine Harburg

Von der Harburg, südöstlich von Haynrode auf einem kegelförmigen Gipfel des westlichsten Vorsprungs der Bleicheröder Berge erbaut, sind noch wenige Mauerreste erhalten.

Die Ruine Harburg (auch Horeburg genannt) befindet sich in der Nähe von 37339 Haynrode am Rande des Ohmgebirges im Landkreis Eichsfeld. Diese Höhenburg wurde um 1073 als Gegenanlage zur Hasenburg errichtet.

Mauerreste in Form einer Wand (ca. 4 m x 5 m) mit kleinen Öffnungen ragt hier empor. Einst gehörte diese zur Ringmauer diser mainzischen Wallburg. Im Umkreis gibt es ein paar wenige umliegende Mauerreste zu sehen. Diese Burganlage war ca. 200 Jahre lang im Besitz der Familie von Bültzingslöwen.

1165 wird sie zusammen mit dem Rusteberg in einer Fehde zwischen Erzbischof Konrad von Mainz und Kaiser Friedrich I. Barbarossa zerstört und bald darauf dem Landgrafen von Thüringen als Mitbesitzer übereignet. Vor 1381 nahmen Bürger von Duderstadt und Heiligenstadt sowie mainzischen Lehensleute die landgräflich-thüringischen Burgen Worbis und Harburg, dessen sich der Herzog von Sachsen als Landgraf von Thüringen ganz bemächtigt hatte, ein und übergaben sie dem Erzbischof Ludwig. Seit dieser Zeit behauptet Mainz diese Besitzungen, verpfändet sie aber für 200 Jahre als Amt Harburg-Worbis an die Herren von Bültzingsleben.

Die Harburg wird im Bauernkrieg 1525 verbrannt und zerstört, jedoch nicht wieder aufgebaut, sie verfiel vollständig. Aus ihren Steinen errichteten die Bültzingslebener ihre Gutshäuser und die Kirche in Haynrode sowie das Amtshaus in Worbis, denn seit 1350 bilden Harburg und Worbis eine Verwaltungsgemeinschaft. Im Verlauf der Gegenreformation löste 1574 der Mainzer Kurfürst und Erzbischof Daniel Brendel von Homburg die Pfandschaft mit den Herren von Bültzingsleben und setzte als Amtsleute bürgerliche Beamte ein.

Sage zur Harburg

Von der Harburg hinab bewegt sich zur Geisterstunde ein Leichenzug Richtung Forsthaus Hahn.

Ein Mönch ohne Kopf geht voran. Ein Sarg wird getragen von 6 gewappneten Knechten (Dienstleute). Hinter dem Sarg gehen 4 Bauern, die mit Ketten gefesselt sind, aber Brandfackeln in den Händen tragen. Sie sollen einmal die Burg in Brand gesteckt haben.

Der Zug bewegt sich hinab ins Tal in Richtung Forsthaus Hahn, wo er dann im Wald verschwindet.

Copyright: Renato Pietsch
Type: Spherical
Resolution: 6324x3162
Taken: 27/03/2011
Uploaded: 27/03/2011
Updated: 20/08/2014
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Tags: burg; mittelalter; castel; ruine; alt; old; ritter; berg; stein
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