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Panoramic photo by Alexander Ploner EXPERT Taken 18:46, 20/08/2011 - Views loading...

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Wikipedia: Kastell Pfünz

Das Kastell Pfünz, lateinisch Castra Vetoniana oder Vetonianae, ist ein ehemaliges römisches Kohortenkastell bei Pfünz, einem Ortsteil der Gemeinde Walting im Landkreis Eichstätt, Bayern. Es wurde ab etwa 90 n. Chr. auf einem 42 Meter hohem Jurasporn zwischen dem Tal der Altmühl und des Pfünzer Baches errichtet. Es ist Bestandteil des 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhobenen Rätischen Limes. Historisch bedeutend sind vor Ort die Reste des teils in den Felsen geschlagenen Doppelspitzgrabens, der an der Westmauer am besten erhalten ist. Im Zuge eines Druckwasserleitungsbaues wurden vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege 1998 erneut Sondierungen vorgenommen. Darüber hinaus bieten die Befunde und das reichhaltige, teile sehr seltene Fundmaterial.


Lage:
Das Kastell mit seinem Limesumfeld
Das Kastell mit seinem näheren Umfeld nach den Befunden der RLK (1884 bis 1900), Luftbildbefunden sowie den geomagnetischen Messungen des Jahres 2000. Hellrot ist der Vicus-Bereich. Nach Fischer (2008) gab es an der Südseite nur einen Graben

In seiner Ausrichtung folgte das rund 11 Kilometer hinter dem Limes gelegene Kastell genau der Nord-Süd-Richtung. Im Norden und Osten konnte von den Türmen und Wehrmauern der talwärts liegende Pfünzer Bach, ein bereits damals dort befindlicher antiker Übergang und der angrenzende Talbereich überwacht werden. Außerdem befand sich in Pfünz eine zentrale Straßenkreuzung, unter anderem zum Kastell Weißenburg im Westen und zum nördlich am Limes gelegenen Kastell Böhming, das nach einem hölzernen Vorgängerbau 181 n. Chr in Stein neu ausgebaut worden ist. Der deutsche Ortsname Pfünz leitet sich von dem lateinischen pons (Brücke) ab. Neben diesen örtlichen Überwachungsaufgaben war Vetoniana auch für die Sicherung des in Luftlinie rund 10,2 km entfernten Limes zuständig und stellte vielleicht auch die Besatzung von Böhming.[2]
Forschungsgeschichte [Bearbeiten]

Der Flurname „Altkirchen-Feld“, auf dem das Kastell liegt, erinnerte nicht mehr an die alte Befestigung, sondern knüpfte an die Geschichte einer später hier aus römischem Ruinenmaterial errichteten Pfarrkirche an. Noch bevor die späteren Mitarbeiter der 1892 gegründeten Reichs-Limes-Kommission (RLK) im Jahr 1884 ihre Arbeiten in Pfünz aufnahmen, hatten bereits frühere Grabungen im Lagerdorf, dem Vicus, stattgefunden. Doch erst die Untersuchungen von Karl Popp, einem bayerischen Generalmajor, Friedrich Ohlenschlager, Hugo Arnold sowie ab 1892 Friedrich Winkelmann, einem Streckenkommissar der Reichs-Limes-Kommission, brachten ein umfassendes Bild der Geschichte dieses antiken Platzes. Die Grabungen von Pfünz waren zu ihrer Zeit die umfangreichsten im Bereich römischer Limeskastelle und Lagerdörfer und endeten 1900. Die besterhaltensten Teile Umwehrung wurden nach Abschluss der Arbeiten restauriert und sichtbar gemacht. Erst 1954/55 fand eine dringend notwendig gewordene Sicherung dieser Fundamente statt. 1960 wurde eine zurückhaltende Teilrekonstruktion an einigen Bauteilen ausgeführt, wie sie heute noch am Südosteckturm sichtbar ist. Der fortscheitende Verfall zog eine erneute Sanierung des Nord-, Süd- und Westtor zwischen 1987–1988 mit sich.[4] Im Jahr 2000 hat Helmut Becker große Bereiche des Kastellinneren geomagnetisch untersucht. Die Auswertung der Daten fand jedoch erst 2007 statt und brachte wertvolle Anhaltspunkte für spätere Grabungen.[5]



Kastell Pfünz
Alternativname     Vetoniana
Limes     ORL 73 (RLK)
Strecke (RLK)     Rätischer Limes,
Strecke 14
Datierung (Belegung)     um 80 n. Chr.
bis höchstwahrscheinlich 233 n. Chr.
Typ     Kohortenkastell
Einheit     Cohors I Breucorum equitata civium Romanorum
Größe     max. 189 (187) × 145 (144) m = 2,5 ha
Bauweise     Holz-Erde / Stein
Erhaltungszustand     freigelegt und teilkonserviert
Ort     Walting-Pfünz
Geographische Lage     48° 53′ 2″ N, 11° 15′ 50″ OKoordinaten: 48° 53′ 2″ N, 11° 15′ 50″ O (Karte)
Höhe     425 m ü. NHN
Vorhergehend     Kastell Weißenburg (nordwestlich)
Kleinkastell „In der Harlach“ (nordwestlich)
Anschließend     Kastell Kösching (ostsüdöstlich)
Vorgelagert     Kleinkastell Petersbuch (nordwestlich)
Kleinkastell Biebig (nördlich)
Kleinkastell Hegelohe (nördlich)
ORL 73a: Kastell Böhming (nordöstlich)
Kleinkastell Güßgraben ostnordöstlich

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Oberbayern liegt im Südosten des Freistaats Bayern und grenzt im Süden und Osten an Österreich, im Nordosten an Niederbayern und die Oberpfalz, im Nordwesten an Mittelfranken und im Westen an Schwaben. Verwaltungssitz des Bezirks und gleichzeitig Regierungssitz des Regierungsbezirks ist München.

Oberbayerns Grenzen haben sich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert. Insbesondere gibt es keinen spezifisch oberbayerischen Dialekt.

Der Begriff „Oberbayern“ erscheint zum ersten Mal im Jahre 1255 bei der bayerischen Landesteilung. Die Ausdehnung war jedoch ursprünglich eine andere: Der Chiemgau und die Gegend von Bad Reichenhall gehörten damals zu Niederbayern.

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