0 Likes

Stadtmauer Templin Uckermark

http://de.wikipedia.org/wiki/Templin

Templin ist der Fläche nach die größte Stadt im Landkreis Uckermark im Norden des deutschen Landes Brandenburg.

Templin ist der Fläche nach die achtgrößte Stadt Deutschlands (Stand: September 2010).
Ortsteile
Ahrensdorf, Beutel, Densow, Gandenitz, Gollin, Groß Dölln, Grunewald, Hammelspring, Herzfelde, Hindenburg, Klosterwalde, Petznick, Röddelin, Storkow und Vietmannsdorf.[2] Bandelowshof, Bebersee, Groß Väter, Knehden und Netzow sind Wohnplätze der Gemeinde.
Für die Herkunft des Namens „Templin“ wird das germanische Wort „timpen“, „tempen“ oder „tempel“ mit Bedeutung von „spitzer Hügel“ erwogen, was einen Kontakt zwischen germanischen (bis 5. Jahrhundert) und slawischen Siedlern (ab 6. Jahrhundert) voraussetzt, oder das slawische Wort „tąpy“ bzw. „topy“ in Bedeutung von „stumpf“. Daneben kommt noch die Ableitung von einem Personennamen „Tąp-l-“ in Betracht.
Erstmals wurde die Stadt 1270 urkundlich als „Templyn“ erwähnt. In der Urkunde vom 2. Oktober 1270 wurde der Länderaustausch zwischen den askanischen Markgrafen und dem Bischof Heinrich von Brandenburg besiegelt. Eine 1287 erstmals in Templin ausgestellte Urkunde weist auf einen Besuch des Markgrafen Otto IV. hin. Eine Urkunde vom 30. August 1314 nennt Templin zum ersten Mal „Stadt“ („Oppidum Templin“ – „oppidum“ lateinisch: Stadt, Kleinstadt). Am 25. November 1317 wurde der „Friede von Templin“ nach dem Markgrafenkrieg zwischen einer Koalition norddeutscher Fürsten und der Markgrafschaft Brandenburg geschlossen.
1320 wurde erstmals ein Pfarrer als „meister Conrad“ von Templin in einer Urkunde benannt. 1397 erfolgte der Beitritt in das Städtebündnis mit Stralsund, Stettin, Pasewalk, Prenzlau und Strasburg, um dem verbreiteten Bandenwesen entgegenzuwirken. Im „Frieden von Prenzlau“ 1479 kam Templin endgültig zu Brandenburg. Erstmals in der Stadtgeschichte Templins ist 1492 ein Stadtbrand nachweisbar. 1504 wurde die Stadt Sitz einer Propstei; auch nach der Reformation 1539 bis heute ist Templin Sitz eines Kirchenkreises, zur Superintendentur gehören heute 24 Kirchspiele.
1574 ereignete sich eine Hochwasserkatastrophe. Nach einem Dammbruch am Dolgensee ergoss sich eine zwei Meter hohe Flutwelle in Richtung Stadt. Im Jahr 1618 legte ein großer Stadtbrand weite Teile der Stadt in Schutt und Asche. Fünf Menschen, 309 Häuser, Kirche, Rathaus und Schule wurden Opfer der Flammen. 1622 wurde ein Kurfürstliches Privileg für einen Pferdemarkt erteilt. 47 Familien fallen 1626 einer Pestepidemie zum Opfer. 1627 erreichte der Dreißigjährige Krieg die Stadt, dänische Truppen belagerten und erpressten die Stadt, die nach dem Brand von 1618 erst zu zwei Dritteln wieder errichtet war. Das Jahr 1637 war das schlimmste Jahr des Dreißigjährigen Krieges für die Stadt und die gesamte Uckermark. 1643 lebten nur noch 30 Familien in der Stadt; vor dem Krieg waren es 413 gewesen.
Fachwerkhaus am Markt
Der größte und letzte Stadtbrand in der Stadtgeschichte brach 1735 aus. Nur die St.-Georgen-Kapelle, die Stadtmauer, drei Stadttore und einige wenige Häuser überstanden diese Katastrophe. Als Folge wurde 1738 eine erste Feuerlöschordnung erlassen: Jeder Bürger der Stadt musste eine hölzerne Feuerspritze sowie einen ledernen Feuereimer im Hause haben.
1749 wurde die Maria-Magdalenen-Kirche wiedereröffnet, 1751 das Rathaus. 1809 wurden die Straßenzüge innerhalb der Stadtmauern in vier Bezirke: Königs-, Prenzlauer-, Berliner- und Mühlen-Bezirk, aufgeteilt. Im März 1816 wurde der Kreis Templin aus Teilen der Uckermark, des Ruppin'schen und des Glien-Löwenberg'schen Territoriums neu gebildet, am 1. April 1817 wurde Templin Kreisstadt. Am 1. April 1848 erschien die erste gedruckte Zeitung, das „Templiner Kreisblatt – ein gemeinnütziges Unterhaltungsblatt für Stadt und Land“. Die Freiwillige Feuerwehr gründete sich am 26. Juni 1883.
Ende des 19. Jahrhunderts brachte die Industrialisierung entscheidende Veränderungen für Templin. Am 1. Mai 1888 wurde die Bahnstrecke Löwenberg–Templin eröffnet. In den folgenden Jahren wurde sie nach Prenzlau weitergeführt, und es kam die Bahnstrecke Britz–Fürstenberg hinzu. 1898 wurde der Wasserturm gebaut; am 1. Oktober 1901 wurde die Stadt an das öffentliche Fernsprechnetz angeschlossen. 1912 zog das Joachimsthalsche Gymnasium von Berlin nach Templin. Ein Jahr später eröffneten die Preußischen Staatsbahnen eine weitere Bahnstrecke nach Fürstenwerder.
Im Jahre 1928 wurde die Synagoge an der Berliner Straße 9 von der kleiner gewordenen jüdischen Gemeinde an die Siebenten-Tags-Adventisten vermietet. Ungeachtet dessen wurde sie von SA-Männern in der Pogromnacht 1938 in Brand gesteckt. Eine am Vorderhaus 1988 angebrachte Gedenktafel ist nicht mehr vorhanden. Gleichfalls zerstört wurde 1938 der Jüdische Friedhof an der Bahnhofstraße vor dem Berliner Tor. Am 6. März 1944 kamen durch einen schweren Bombenangriff über 300 Personen ums Leben, 66 % der Innenstadt wurden zerstört, darunter das Krankenhaus und das Rathaus. Die Bahnstrecke nach Fürstenwerder wurde nach Kriegsende abgebaut und als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgeliefert.
Am 31. März 1957 wurde das Heimatmuseum im Prenzlauer Tor eröffnet. Im Jahr 1985 wurde der Stadt der Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen, 1994 wurde die Verleihung erneuert. 1989 wurde der Lehmann-Garten (Botanischer Garten von 1912 am ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasium) wieder eröffnet; 1995 wurde die Rehabilitationsklinik Uckermark gebaut. 1996 wurde die Bahnstrecke nach Fürstenberg/Havel für den Eisenbahnverkehr stillgelegt. Das Gleis dient heute als touristische Draisinenstrecke. 2000 wurde die Naturtherme Templin (die Wärme des Wassers ist natürlich, die Grotte künstlich) in Betrieb genommen und am 22. Dezember 2006, nach achtmonatiger Renovierung, wiedereröffnet.
Im Jahr 2000 wurde der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Templin–Prenzlau eingestellt. 2004 wurde die Pionierbrücke neu aufgebaut und 2005 die neuerbaute Schleuse (Stadtsee – Kanal/Am Mühlentor) wieder in Betrieb genommen.
Am 25. März 2006 erhielt ein ICE-Zug der Deutschen Bahn den Namen Templin. Im selben Jahr wurde der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Templin–Joachimsthal eingestellt. Templin ist seitdem mit der Bahn nur noch über die Stichstrecke von Löwenberg zu erreichen.

View More »

Copyright: Dieter Kik
Type: Spherical
Resolution: 8226x4113
Uploaded: 24/01/2011
Updated: 12/03/2012
Views:

...


Tags:
comments powered by Disqus

dieter kik
Exwerder Tor Templin Uckermark
dieter kik
Templin Schultor
dieter kik
Templin Schultor Innen
dieter kik
Stadtmauer Templin Uckermark Brandenburg
dieter kik
Templin Webertor Tv1
dieter kik
Templin Stadtmauer Kutscherhaus Tv2
dieter kik
Maria Magdalenen Kirche Templin Uckermark Brandenburg
dieter kik
Aussicht Kirchturm Maria Magdalenenkirche Templin NO
dieter kik
Aussicht Kirchturm Maria Magdalenenkirche Templin SO
dieter kik
Glockenstuhl Maria Magdalenenkirche Templin
dieter kik
Kirchenglocken Maria Magdalenenkirche Templin
dieter kik
Kirchenglocke Maria Magdalenenkirche Templin
Studio Mambeau - Martijn Baudoin
Panta Rei 2
Thomas K Sharpless
South from Sacré Coeur
Heiner Straesser - derPanoramafotograf.com
Hacli Kilise - Church with the Cross, Cappadocia, Turkey
Rüdiger Kottmann
Limone Sul Garda - Porto Vecchio
luis davilla
Genghis Khan Statue Complex in mongolia
bibouroku tabito
Autumn colour from Oku-Ooi Rainbow Bridge of Oigawa Railway
Andrew Bodrov
Mars Panorama - Curiosity rover: Martian solar day 437
Astrolabio Colombia
Catedral de Sal de Zipaquirá
luis davilla
victoria falls in zimbabwe side
bibouroku tabito
A crowd of deer fawn in the precincts of Todai-ji Temple
Anton Gulya-Yanovskiy
Санкт-Петербург. Особняк барона А.Л. Штиглица. Голубой зал (Saint-Petersburg Shtiglits's mansion. Blue room)
Mohammad Reza Domiri Ganji
Choret Lake at night
dieter kik
Motos Place Eglise Guiscriff Morbihan 4089
dieter kik
elefant Machines de l ile de Nantes 3
dieter kik
Allee Couverte de Lesconil, Poullan Sur Mer, Finistere 1981
dieter kik
Thiepval Memorial 11 11 2011 Somme France 7458
dieter kik
Palais Justice Nantes 2
dieter kik
Plogoff Port de Bestree
dieter kik
Collégiale Saint-Quiriace, Provins, Seine et Marne, France 3972
dieter kik
Transat Benodet Martinique Ponton
dieter kik
Les Halles Le Faouet Morbihan France 3326
dieter kik
chasse au oeufs Paques 2011 Bourdonnel Quimper 9319
dieter kik
la classe du patrimoine Plovan
dieter kik
Papyros Feuerwerk Wasserspiele 2010 Multikulturelles Centrum Templin 6148
More About