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Castle Fürstenstein - Maximilian-Hall
Poland

Nachkriegszeit und Gegenwart:

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss von sowjetischen Truppen besetzt und vor allem die Inneneinrichtung und das Mobiliar geplündert. Von 1946 bis 1948 war es Sitz der Direktion für Kohleindustrie, dann gehörte es dem Verband für Arbeitsgenossenschaften und seit 1971 Sitz des Kreiszentrums für Sport, Touristik und Erholung in Wałbrzych (Waldenburg). Von 1986 bis 1990 war es Sitz des wojewodschaftlichen Kultur- und Kunstzentrum ’’Zamek Książ’’ und ist seit dem 1. Juni 1990 als eigenständige GmbH Eigentum der Stadt Wałbrzych.

Der gesamte Schlosskomplex einschließlich der Terrassen, der Wirtschaftsgebäude und des Gestütes ist heute öffentlich zugängig, wobei die nicht oder nur teilweise rekonstruierten Räume verschiedenste Nutzungen (Galerien, Wechselausstellungen, Restaurants, Souvenirstände) erhalten haben.

Architektur:

Der Ursprung war die in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtete Oberburg mit unregelmäßigen Grundriss und dem damals 30 m hohen Bergfried. Davorliegend gibt es noch die Niederburg mit spätgotischen Bauten, wie dem so genannten Matthäus-Trakt (Matthias-Flügel).

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert begann die Umgestaltung der Burg im Renaissancestil. Der eigentliche Burgcharakter ging dadurch verloren und musste mehr und mehr repräsentativen Stilelementen weichen. Die im Dreißigjährigen Krieg entstandenen Schäden wurden in den Jahren 1671-1688 beseitigt und teilweise wurden einige Burgteile, wie der Südflügel, im Stile des italienischen Barock von Antonio Domenico Rossi umgebaut. Eine weitere Umgestaltung erfolgte von 1718 bis 1734 und die Burg wurde mehr und mehr Barockresidenz des Adelsgeschlechtes von Hochberg. So entstanden ein fünfgeschossiger Wohnbau in der Südseite und ein viergeschossiger Bau in der Ostseite. In der zweiten Hälfte der 18. Jahrhundert wurde die Vorburg umgestaltet und dabei das zweitürmige Torhaus errichtet und die Schlossbrücke mit Statuen aus der griechischen Mythologie geschmückt. Im vorherigen Jahrhundert begann ein nochmaliger größerer Umbau, der von 1908 bis 1923 dauerte. Dabei wurde der monumentale Westflügel mit dem Weißen Turm und dem Georgturm angebaut, und auch die Nordseite wurde im Neorenaissancestil umgestaltet. Der Hauptturm erhielt bis 1923 abschließend seine heutige Gestalt.

Inneneinrichtung:
Im Zweiten Weltkrieg wurde durch die Nutzung durch die SS vieles von der Inneneinrichtung zerstört: So wurde der im Matthiasflügel befindliche Krumme Saal komplett zerstört und die ehemalige gotische Einrichtung ging verloren. Es wurden Terrassen und Wasserleitungsanlagen zerstört, Granitportale und Kamine (so z.B. der aus dem Barocksaal) herausgerissen sowie der Stuck zu großen Teilen abgehackt. Die nicht durch Grundmann (siehe oben) als "denkmalpflegerisch wertvoll" bezeichneten Räume erhielten eine für die Naziarchitektur charakteristisches Aussehen, wie Fotogalerien beweisen. An die Vorgaben Grundmanns hielten sich zwar die SS und die Organisation Todt, so dass z.B. der im Barockstil gehaltene Maximiliansaal mit Ausnahme zweier Wandgemälde komplett erhalten geblieben ist, jedoch ist über diese Minimalvorgabe hinaus alles dem Vorhaben "Projekt Riese" untergeordnet (und damit im Zweifelsfall zerstört) worden.

Die durch die Vorgaben Grundmanns geschützten Räume, die überdies unter den Plünderungen der Nachkriegszeit und den unsachgemäßen Nutzungen bis in die siebziger Jahre hinein zusätzlich litten, sowie die Räume, bei denen trotz der Zerstörungen noch eine Wiederherstellung möglich erschien, sind in den letzten Jahren hervorragend restauriert worden. Andere Räume, bei denen dies nicht mehr möglich war (z.B. Ballsaal, Konradsaal, Rittersaal), wurden dokumentarisch gesichert. Dabei wurden auch denkmalpflegerisch-kritische Rekonstruktionen der fünfziger Jahre auf Grund ihres künstlerischen Wertes erhalten (der Krumme Saal als herausragendes Beispiel). Andere Räume, die als "verloren" gelten müssen, wurden nur in weißer Auskalkung wiederhergestellt.

Trotz dieser kritischen Anmerkungen ist in den letzten Jahren durch die Sanierung und Rekonstruktion des Schlosses herausragendes und vor allem touristisch attraktives entstanden: So besitzt das Schloss Fürstenstein nicht nur (u.a.) über dreißig sehr sehenswerte Kamine, die beim Umbau im 20. Jahrhundert hier aufgestellt wurden. Die denkmalpflegerische Sanierung des "Maximiliansaales" darf als beispielhaft und gleichzeitig als Maßstab für andere Räume und andere Schlösser gelten. An weiteren Räumen sind der Jagdsaal, der Weiße Salon (Rokoko-Stil, der als ehemals "Roter Salon" mit ausgelagertem Mobiliar der Familie wieder ausgestattet, jedoch in Weiß gehalten rekonstruiert wurde), der Spielsalon, der chinesische Salon und der barocke Grüne Salon besondere Anziehungspunkte, nicht nur im touristischen Sinn.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Fürstenstein

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